Rund-ums-Schwein Blog

Hier werde ich weiterführende Fakten für meine eigenen Diskussionsbeiträge im Blog www.rund-ums-schwein.blog.de posten.

Ab sofort reduziere ich  sämtliche Aktivitäten, um irgendetwas für die Zukunft der Produktion der dt. Schweinehaltung für Berufskollegen erreichen zu wollen, die Schweine halten.

Im sog. „Schweinetreff“  war ich mehrere Jahre lang mit meinem Namen "Berkner" Zeit zensiert und habe mich dort (nach weiterer Zensur 2007 für den Namen "Jocord") abgemeldet. Hier ein kleiner Beitrag zum Stil in diesem Treff.

Nach Zulassung unter meinem Namen "Berkner" durfte ich nun nach separater, mehrtägiger "Überprüfung meiner Beiträge" wieder schreiben. Cool. Ich weiss, wer die Zensur damals veranlasst hat - das sei ihm hiermit gesagt. Bedauerlicherweise werden solche Leute noch heute gehört bzw. versuchen, sich krampfhaft überall ins Gespräch zu bringen- wenngleich sie immer mehr in die Bedeutungslosigkeit versinken! Sie wissen nämlich selber kaum etwas, zitieren mangels dieser Eigenschaft meist nur Andere bzw. fassen deren Gedanken zusammen und stellen dann dazu oft sogar noch Fragen - besser kann man es wohl kaum dokumentieren, wie weit entfernt von der Praxis man mit seinem "theoretisch-gesammelten Wissen" ist. Das mag ein Hinweis auf die Zustände in unserem Land und die Geisteshaltung von viel zu vielen Mitbürgern sein. Es gibt in solchen Situationen nur wenige Freunde, die einem helfen. Die meisten schauen weg oder stecken den Kopf in den Sand.

Im neuen Schweinetreff von topagrar darf ich nun wieder unzensiert schreiben. Ermöglicht haben mir das Alfons Deter und Verena Telaar von topagrar - D a n k e

Mangelnde Zivilcourage und erbärmliche Feigheit scheinen die prägnanten Charaktereigenschaften der heutigen Zeit zu sein und lassen bei mir Betroffenheit und Erinnerungen an vergangene Zeiten wach werden

D. Thiébault, Akademiemitglied 1765-1784 in Berlin  unter Friedrich dem Großen, sagte einmal über ihn: "Er verfolgte mit den unbarmherzigsten Sarkasmen die Leute, die ihm gegen ihre Überzeugung zu sprechen schienen. Er wollte sozusagen wissen, wie weit sie in schwächlicher Schmeichelei gehen und sich ihrer Meinung begeben würden. Er setzte ihnen aufs Blut zu und verhöhnte sie noch, wenn sie schon besiegt am Boden lagen. Und gegen Menschen, deren Feigheit er auf solche Weise entdeckt und festgestellt hatte, hat er ausnahmslos nur die tiefste Verachtung gezeigt." So halte ich es denn auch mit diesen personen!

Nach mehr als 20 jährigen frustrierendem Kampf für sinnvolle Regulierungen für die Schweinehaltung Deutschlands resigniere ich. Immer öfter führten diese Bemühungen dazu, dass man mich dafür  beschimpfte und zum "etwas spinnerten Aussenseiter" abstempelte. Das habe ich nicht nötig.

In der FAZ vom 17.11.2007 (Seite Z5 / Literatur) fand ich folgende beeindruckende Überschrift für  eine Rezension des Buchs Georg M. Oswald: "Vom Geist der Gesetze". Wieviel Wahrheit liegt doch in diesen nur acht aneinandergereihten Worten:

AM FILZ WIRD AUCH DIE SCHÄRFSTE KLINGE STUMPF

"Macht doch euern Dreck alleene...", sagte Friedrich August III. 1918 bei seiner Abdankung als sächsischer König. Kurz und prägnant.

Es ist sinnlos, sich für weiter diesen Berufsstand in irgendwelchen Foren oder sogar politisch einzusetzen. Ich beschränke mich künftig darauf, dies nur noch exklusiv für meine Geschäftskollegen der IZS GmbH zu tun.Und auch hier fällt es mir immer schwerer - denn selber tun sie leider fast nichts, um ihren Zustand zu verbessern. Ab März 2010 stelle ich auch diesen Beistand ein. Es gibt Gründe dafür.

Dennoch empfehle ich uneingeschränkt die französische Genetik von Gene+ weiter. Für diese Firma und deren Vorgänger S.C.A.P.A.A.G. habe ich mich neun Jahre lang engagiert und tue es weiterhin uneingeschränkt

Allen anderen singe ich dazu ein kurzes Abschiedslied aus zwei Tönen:
A D
= Ade

 

Links zu meinen Blogbeiträgen

60 Jahre Bundesrepublik - was bringt die Zukunft?

Hier mein Beitrag zu diesem Thema.


-Zum Thema  -  "Haltungssysteme für den Wartestall"

Die USA signalisieren das Ende der Einzelhaltung für tragende Sauen

Maple Leaf Schweineproduktion

Smithfield activities in hog business

Zukunft der Haltungsverfahren für tragende Sauen in der Ferkelproduktion (Wartestall) -
weltweite Tendenzen und ihre möglichen Auswirkungen

Die Zukunft der Nutztierhaltung

Gruppenhaltung mit SF-Kastenständen

 

Zum Thema  -  "Freilauf - Abferkelbuchten"

Eine runde Bewegungsbucht für Zuchtsauen im Abferkelstall (KTBL)

Analyse der Freilaufbewegungsbucht aus dieser Veröffentlichung

Diese beiden Links wurden inzwischen offensichtlich gelöscht.
Man findet ersten Volltext  jetzt nur noch in Kurzfassung von Karin Litschauer, Michael Gallmeier und Berhard Haidn in 61 LANDTECHNIK 2/2006 Seite 96 - 97 unter http://www.ktbl.de/index.php?id=170 „Schweinehaltung“
Eine runde Bewegungsbucht für Zuchtsauen im Abferkelstall
Analyse des Tierverhaltens und der Arbeitswirtschaft

Den zweiten Artikel  von Christine Braunreiter, Martin Lorenz, Michael Gallmeier, Bernhard Haidn und Josef Eckl, Freising  findet man nur noch als Kurzfassung  in 62 LANDTECHNIK  SH 2007   Seite 80 - 81 unter http://www.ktbl.de/index.php?id=426 „Tierhaltung“
Eine runde Bewegungsbucht mit Fixiermöglichkeit der Sau in den ersten Tagen post partum

In meinem Beitrag "Neutrale Analyse von zwei Artikeln zur Freilaufbewegungsbucht" wird dennoch nach wie vor dargelegt, welche Konsequenzen derartige Forschungen auf die Zukunft der deutschen Schweinehaltung haben werden.

 

Zum Thema  -  "Vorschläge zur Entwicklung der Ferkelaufzucht und Mast in der EU"

Sozioökonomische Implikationen der unterschiedlichen Aspekte des Bewirtschaftens von Ferkelaufzucht- und Schweinemastbetrieben (eine Studie der EU)

Die Links zum englischen Originaltext und seiner Zusammenfassung finden sich in diesem von mir übersetzten Beitrag und spiegeln ein Denken für die Zukunft wider, welches nur als völlig verrückt bezeichnet werden kann. Mitte der 30iger Jahre hatten wir schon einmal "Denker" in unserem Land, welche nicht nur in der Landwirtschaft "Szenarios" theoretisiert und sie dann bedauerlicherweise auch "radikal" inszeniert bzw. praktiziert  haben!

Einer meiner Vorfahren war daran nicht ganz unbeteiligt (siehe auf dieser Webseite unter dem Link "Mein Onkel")- deswegen gilt es speziell für mich, Anfängen zu wehren.

Heute läuft die Show perverserweise noch unter dem Titel "Verbesserung des  Wohlgefühl-Standards für Schweine".

Bin ich dadurch zu einem perfekten Tierquäler geworden, weil ich 35 Jahre lang all meine Intelligenz,  Praxiserfahrung, mein Wissen und meine Kraft daran gesetzt habe, mittelalterliche Haltungsbedingungen  der heutigen Zeit der Globalisierung anzupassen und dafür richtungsweisende Stalltechniken in Schweineställe  implementiert habe, deren auf DNA-Basis rückverfolgende Produktionstechnik vom TÜV im Jahr 2005 DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert wurde?

Absurder, aber immer realistischer werdender Gedanke, der wohl irgendwann dazu führen wird, daß man mich ins geistige Umerziehungslager schicken wird. Werden wir wieder in Waggons verfrachtet wie schon einmal Teile dieses Volks?

 

Zum Thema - "Die / (der) Stalleinrichtungs-TÜ(V)"

Der Bundesrat hat am 29.Sept. 2007 den Entwurf eines  zweiten Gesetzes zur  Änderung des Tierschutzgesetzes an den Bundesrat weitergeleitet. So droht uns nun als nächstes Szenario ein obligatorisches Prüf- und Zulassungsverfahren für Haltungseinrichtungen für Nutztiere, der "Stalleinrichtungs TÜ".

Manche sagen Stalleinrichtungs-TÜV. Das ist der Technische Überwachungs-Verein! Gemeint ist wohl aber eine Technische Überwachung = TÜ!

Wer garantiert uns dabei die Neutralität des Prüfers? Etwa dieser Staat? Was sollen wir dem noch glauben?

Ist es ein Vertreter der CDU, der CSU oder der SPD, der hier das Sagen hat? Macht das überhaupt noch Unterschiede bei einem gemeinsamen Koalitionsvertrag?

Siehe hier einen Gedankenanstoß zu diesem Thema.

Einen hervorragenden und sehr objektiv gehaltenen Bericht zu dieser Thematik findet man unter www.dgfz-bonn.de/download.php/126/sachstandbericht_pruefverfahren.pdf

Seit dem 05.12.2007 liegt im Dt. Bundestag die Drucksache 16/7413 als Entwurf zu einer Änderung des Tierschutzgesetzes vor. Dieser Erlass sieht vor, ein obligatorisches Prüf- und Zulassungsverfahren für Haltungseinrichtungen für Nutztiere zu etablieren und soll die Anforderungen an die Prüfung und Zulassung von Stalleinrichtungen regeln. Ich wiederhole meine Fragestellung:
Wer prüft die Menschen, denen diese Kontrolle obliegen wird und garantiert vor allem deren Fachwissen,  politische Unabhängigkeit und Neutralität? "Beim Filz wird selbst das schärfste Messer stumpf" - das war eine der bemerkenswertesten Überschriften des Jahres in einem Artikel in der FAZ im November 2007!

 

Zum Thema  - Die DLG als Prüforganisation

Wir haben in diesem Land bisher schon eine Prüfstelle für Haltungseinrichtungen - die DLG e. V..

Wird nun eine weitere, staatlich betriebene Organisation aufgebaut oder wird die DLG zu diesen Aufgaben vom Staat delegiert?

Meine eigenen Erfahrungen mit der DLG könnte ich anhand von Fakten schildern. Doch was bringt es? Dennoch einige wenige Zitate aus mir in Kopie (nicht an mich gerichtetes Schreiben) bzw. im Original vorliegenden Schreiben der DLG  von Ende 1998.
Konkreter Anlass dazu waren ein von mir an die DLG gerichteter Fragenkatalog mit konkreter Analyse zu den drei Publikationen und ein Brief an den Fachbereich Landtechnik der DLG, mir die bezahlten 14.- DM für den DLG-Sammelband Stalleinrichtungen Schweine" zurück zu erstatten, nachdem sie die dafür zur Begründung vorgelegte Kurzanalyse dieser Schrift zur Kenntnis genommen hätten.

Den Betrag habe ich vom damaligen Fachbereichsleiter persönlich in bar zurück erhalten (Aktennotiz liegt vor). Das Beweisexemplar besitze ich noch.

Zitat aus der mir vorliegende Kopie:
"Zur Euro Tier´98 wurden Ergebnisse von Gebrauchswertprüfungen veröffentlicht. In den Publikationen DLG-Gruppenprüfung Abferkelbuchten", DLG-Sammelband Stalleinrichtungen Schweine", DLG Mitteilungen 11/98, Sonderteil "Im DLG-Test" (Originaltext: den o. a. Publikationen) sind aber Fehler enthalten, die richtig gestellt werden müssen. Ich bedauere es sehr, daß diese Fehler vorgekommen sind. Die zuständigen Mitarbeiter überprüfen z. z. alle Texte. Wir sind bemüht, eine geeignete Form der Veröffentlichung für die korrigierte Fassung zu finden".

Wurden "die Bemühungen für die geeignete Form der Veröffentlichung für die  korrigierte  Fassung" inzwischen von Erfolg gekrönt? Mir ist nichts bekannt.

Der von mir an die DLG anläßlich der Veröffentlichung in den DLG Mitteilungen  formulierte Fragenkatalog und eine Analyse dieser Ergebnisse wurde pauschal und völlig unzureichend von einem der Verantwortlichen für die Prüfung beantwortet - mit "vielem Dank für die kritischen, teilweise auch konstruktiven Hinweise". Diese Hinweise waren natürlich alle kritisch, in Frageform gestellt und nicht nur teilweise, sondern alle höchst konstruktiv - das möchte ich dazu entgegnen!

Weitere Zitate aus dem Schreiben an mich:
" Wir bemühen uns zukünftig  mittels  ........   zu entsprechenden Aussagen zu kommen".

"Der Zugang zum Wasser muß richtigerweise für alle Fabrikate mit "o" bewertet werden, hier ist uns ein redaktioneller Fehler unterlaufen."

Völlig unverständlich und inakzeptabel jedoch folgende Aussage:

"Buchtenfußböden einschließlich Ferkelnest waren nicht im Umfang der Prüfung enthalten, da viele Stalleinrichtungsfirmen ihre Abferkelbuchten so konzipiert haben, daß sie auf Fußböden von mehreren Firmen funktionieren sollen".

Bedarf es noch eines Kommentars, Abferkelbuchten ohne Einbezug des Fußbodens auf ihren Gebrauchswert und die Tiergerechtigkeit zu prüfen und damit dem Landwirt Verkaufshilfen zu geben? Reicht es aus, daß dazu lapidar mit dem Satz "Die DLG hat bereits mehrere Fußböden geprüft und eigenständige Prüfberichte veröffentlicht" geantwortet wurde?

Interessant auch ein Schreiben einiger Landwirte an den DLG Ausschussvorsitzenden des Fachbereichs "Technik in der tierischen Produktion aus dem Jahr 1998, wo der neu gegründete Fachausschuß "Tiergerechtigkeit" in der DLG kritisch hinterfragt wurde. War die damalige Fragestellung falsch?

Nach Auskunft des Verfassers erhielt er nie irgendeine schriftliche Antwort - auch nicht von Herrn Sonnleitner. Lediglich der Ausschußvorsitzende habe mit ihm einmal telefoniert.

Die zuvor angeführten Abferkelbuchten, zu deren Prüfergebnissen die oben  angeführten  Zitate stammen, wurden übrigens auch vom Ausschußvorsitzenden dieses neuen DLG Ausschuss für "Tiergerechtigkeit und Ethologie" verantwortlich mitgeprüft!

 

Zum Thema - Das KTBL Heft 77 vom Februar 2008 über "Stallfussböden für Schweine"

Anfang Februar wurde im Internet vollmundig das neue KTBL Heft 77 mit "innovativen und praxisbewährten Anwendungsbeispielen unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben zur Fußbodengestaltung" angekündigt. Sofort habe ich es im Internet bestellt und es wurde nach fast einer Woche auch ausgeliefert. Also muss wohl ein großer "run" auf dieses Heft eingesetzt haben.

Sofort nach Erhalt habe ich es in der Hoffnung gelesen, nun als Stallplaner etwas dazu lernen zu können. Da wurde ich aber gründlich enttäuscht.

Nach reiflicher Überlegung habe ich dann meine Bedenken zu diesem Heft in einer Mail an den Präsidenten des KTBL, Hern Prof. Dr. Thomas Jungbluth von der Universität Stuttgart-Hohenheim, an den Geschäftsführer des KTBL, Herrn Dr. Heinrich de Baey-Ernsten und die verantwortliche Redakteurin dieses Heftes formuliert.

Freundlicherweise antwortete mir zuerst der Präsident. Seine netten Worte ermunterten mich zu zwei Entgegnungen. Es ist immer wieder interessant, wie man in Deutschland  mit unliebsamen Kritikern umgeht. Es herrscht - wie fast immer - die Devise: "Noli turbare circulos meos". (Archimedes' Legende nach soll er nach der Eroberung von Syrakus dem römischen Soldaten, der ihn festnehmen sollte und ihn gerade beim Zeichnen geometrischer Figuren im Sand störte, zugerufen haben: Noli turbare circulos meos (lateinisch für: Störe meine Kreise nicht!), worauf dieser dermaßen in Rage geriet, dass er Archimedes erschlug.)
Diese interessanten Schriftwechsel sollen der Nachwelt natürlich nicht vorenthalten werden - immer in der latenten Gefahr, auch "erschlagen" zu werden.

Die deutsche Gesetzgebung erlaubt es mir nicht, die Antwort des KTBL vom 19.03.2008 im Original abzudrucken. Meine Antwort vom 20.02.2008 per E-Mail an der Verfasser des Briefs, Herrn  Dipl.- Ing. agr. (FH) Werner Achilles, darf ich jedoch dem werten Leser zur Anregung weiter geben, über "das System" nachzudenken.

Hier ein Einblick in ein Forschungssystem , aus dem u. U.  Erkenntnisse zu kommen scheinen

Frohe Ostern 2008 - die kältesten seit Wetteraufzeichnung - wünsche ich allerseits dem geneigten Publikum meiner Webseite